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9. Juli  bis  13. Juli 2012-Sommernseminar

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>>Foto's und Video's vom Jubiläumskonzert  "20JAHRE GV Carl Zeller Musikschule"

Der Unterricht der jungen Blasmusiker hing natürlich

vom Geschick der älteren Musiker ab. Meist war es

üblich, dass bei Nachbarn „abgerichtet“ wurde.

Manche Mitglieder der Kapelle konnten schon mit sehr

profundem musikalischen Gespür ihr Wissen weitergeben:

unter diesen befanden sich Mitglieder von

Militärkapellen und Absolventen des Bruckner Konservatoriums.

Kapellmeister aus dieser Zeit waren Leopold Stöffelbauer,

Karl Seßler und ab 1959 Engelbert Stöffelbauer,

der die Kapelle weit über 30 Jahre leiten und auch

zum Mitbegründer der Musikschule werden sollte.

Neben der Blasmusik wurde aber auch die Pflege des

Streichernachwuchses gefördert: ich denke dabei an

hervorragende Geiger, die in St. Peter in der Au pädagogisch

wirkten: Notar Dr. Schmutz, Richard Wimmer

(„Wimmer Maler“), Leo Pachole und der Bildhauer

Kunibert Zinner.

Auch später haben immer wieder Lehrer die musikalischen

Geschicke St. Peters geprägt. Der „Gesangverein

Carl Zeller“ wurde lange von Dir. Alfred Finsel,

Dir. Ludwig Steinmetz und Johann Öhlinger geleitet.

Dass vielfach Lehrer als treibende Kräfte bei einer

gediegenen musikalischen Erziehung galten, war

natürlich kein Zufall. In der Lehrerbildungsanstalt, die

von ihnen besucht wurde, waren Pflichtfächer Violine

und Klavier, ab dem IV. Jahrgang kam noch der Unterricht

an der Orgel dazu. Viele Lehrer fanden so auch in

manchen Musikschulen in NÖ ein Betätigungsfeld.

Bereits 1953 wurde das Musikschulwerk für

Niederösterreich, damals bestehend aus nur 9 Musikschulen,

durchwegs aus städtischen Gemeinden,

gegründet. Die Kommission für das NÖ Musikschulwesen

wurde auch aus diesen Reihen gebildet.

Es waren dies unter anderem die Referenten Prof.

Walter Hofmann aus St. Pölten und StR Prof. Karl

Hofer aus Wr. Neustadt. Die Aufbauarbeit in den

Musikschulen gelang glänzend, bereits 1975 konnte

die 100. Musikschule in NÖ gegründet werden.

Den endgültigen Anstoß zu einem geregelten Musikunterricht

in St. Peter in der Au gab 1969 der damalige

Gemeinderat, Dr. Arthur Schneider. Er übte auch die

Funktion des Kulturreferenten aus. Bei einem Besuch

seines Schwiegervaters in Purgstall wurde ihm das

neue Schulgebäude gezeigt. Besonders beeindruckt

hatte dabei Dr. Schneider die damals dort schon

funktionierende Musikschule.

 

Der Gründer der Musikschule HOL Leopold Kriegbaum

mit dem bei den ersten Gesprächen anwesenden

amtierenden HS-Leiter OSR Rudolf Schneider


Zielstrebig machte er dem Bürgermeister der soeben

vereinigten Gemeinde von Dorf und Markt St. Peter,

Amtsrat Karl Scherzer, den Vorschlag, auch in unserer

Gemeinde die Gründung einer Musikschule ins Auge

zu fassen. Der Bürgermeister war dieser Neuerung

nicht abgeneigt, wenn entsprechende Personen die

Musikschule aufbauen könnten. Es dauerte nicht

lange, einem geeigneten Idealisten diesen Schritt

schmackhaft zu machen – es war dies Dir. Leopold

Kriegbaum, selbst ein begeisterter Geiger und Mitglied

des Kirchenchores. Die administrativen Voraussetzungen

wurden von diesem geschaffen, es fehlte

allerdings noch ein geeigneter musikalischer Leiter.


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